Ovulationstests. Zyklus-Apps. Zervixschleim. Basaltemperatur. Fruchtbare Tage.
Kinderwunsch kann mit einem entspannten „Mal sehen, was passiert“ anfangen und irgendwie damit enden, dass du Toilettenpapier wie eine Forensikerin untersuchst und erheblich mehr über luteinisierendes Hormon weißt, als du jemals wissen wolltest.
Aber unter all dem Tracken, Testen und den App-Benachrichtigungen mit HEUTE IST DEIN TAG ist die grundlegende Biologie eigentlich relativ überschaubar.
Eine Schwangerschaft kann entstehen, wenn Spermien und Eizelle zum richtigen Zeitpunkt aufeinandertreffen. Beim Eisprung wird eine Eizelle aus einem Eierstock freigesetzt. Als fruchtbare Tage oder fruchtbares Fenster bezeichnet man die Tage im Menstruationszyklus, an denen Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führen kann. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit beschreibt ein fruchtbares Zeitfenster von ungefähr sechs Tagen rund um den Eisprung.
Der etwas unpraktische Teil?
Dein Körper schaut nicht unbedingt in deine App, bevor er den Eisprung auslöst.
Schauen wir uns also an, wie der Eisprung funktioniert, wann die fruchtbaren Tage tatsächlich liegen und was Ovulationstests, Zervixschleim und Zyklustracking dir sagen können und was nicht.
Was ist der Eisprung?
Beim Eisprung, medizinisch Ovulation genannt, wird eine reife Eizelle aus einem Eierstock freigesetzt.
Anschließend gelangt die Eizelle in den Eileiter. Dort kann sie befruchtet werden, wenn Spermien vorhanden sind.
Der Eisprung ist Teil des Menstruationszyklus. Er findet aber nicht bei jedem Menschen am selben Kalendertag statt und auch bei derselben Person nicht zwangsläufig in jedem Zyklus exakt am gleichen Tag.
Der gesamte Vorgang wird hormonell gesteuert.
Während der ersten Hälfte des Zyklus entwickeln sich Follikel in den Eierstöcken. In der Regel wird einer davon dominant und enthält die Eizelle, die beim Eisprung freigesetzt wird.
Kurz vor dem Eisprung steigt die Konzentration des luteinisierenden Hormons (LH) stark an. Dieser sogenannte LH-Anstieg oder LH-Surge trägt dazu bei, den Eisprung auszulösen.
Nach dem Eisprung entwickelt sich der zurückbleibende Follikel zum sogenannten Gelbkörper, dem Corpus luteum. Dieser produziert in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus unter anderem Progesteron.
Sehr effizient.
Und deutlich komplizierter als das kleine Blumen-Symbol in deiner Zyklus-App vermuten lässt.
Wann findet der Eisprung statt?
Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass der Eisprung immer am 14. Zyklustag stattfindet.
Manchmal stimmt das.
Aber Tag 14 ist kein gemeinsamer Termin, auf den sich sämtliche Eierstöcke dieser Welt vertraglich geeinigt haben.
Die Vorstellung stammt aus dem klassischen Lehrbuchbeispiel eines 28-Tage-Zyklus, bei dem der Eisprung ungefähr in der Mitte angenommen wird.
Echte Menstruationszyklen unterscheiden sich jedoch.
Nach Angaben von familienplanung.de findet der Eisprung meist ungefähr 10 bis 14 Tage vor der nächsten Periode statt.
Das bedeutet: Wer einen längeren oder kürzeren Zyklus hat, kann auch zu einem anderen Zeitpunkt ovulieren als jemand mit einem 28-Tage-Zyklus.
Und selbst bei relativ regelmäßigen Perioden kann der genaue Zeitpunkt von Zyklus zu Zyklus schwanken.
Deshalb gilt:
28-Tage-Zyklus ≠ garantiert Eisprung an Tag 14.
Deine Eierstöcke haben die AGB nicht akzeptiert.
Was sind die fruchtbaren Tage?
Das fruchtbare Fenster ist größer als nur der Tag des Eisprungs.
Der Grund dafür ist, dass Spermien und Eizellen sehr unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie lange man aufeinander warten kann.
Nach dem Eisprung ist eine Eizelle nur relativ kurze Zeit befruchtungsfähig, maximal ungefähr 24 Stunden.
Spermien können dagegen unter günstigen Bedingungen mehrere Tage im weiblichen Fortpflanzungstrakt überleben. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit gibt an, dass Spermien bis zu fünf Tage überleben können. Zusammen mit dem Tag des Eisprungs ergibt sich damit ein fruchtbares Zeitfenster von ungefähr sechs Tagen.
Geschlechtsverkehr muss also nicht exakt in dem Moment stattfinden, in dem die Eizelle den Eierstock verlässt.
Spermien können bereits vorhanden sein, wenn der Eisprung stattfindet.
Sehr entgegenkommend von ihnen.
Wann ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft am höchsten?
Die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung ist nicht an jedem Tag des fruchtbaren Fensters gleich hoch.
Besonders günstig sind die Tage kurz vor dem Eisprung. Nach Informationen von familienplanung.de ist die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung etwa einen Tag vor dem Eisprung besonders hoch.
Biologisch ergibt das Sinn.
Wenn Spermien bereits im Fortpflanzungstrakt vorhanden sind, wenn die Eizelle freigesetzt wird, kann die Befruchtung während des relativ kurzen Zeitraums stattfinden, in dem die Eizelle befruchtungsfähig ist.
Das bedeutet auch, dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, ausschließlich auf den Moment zu warten, in dem eine App EISPRUNG HEUTE verkündet.
Wenn der Eisprung definitiv stattgefunden hat, ist ein Teil des fruchtbaren Zeitfensters möglicherweise schon vorbei.
Woran kannst du erkennen, wann du deinen Eisprung hast?
Jetzt wird es etwas detektivischer.
Menschen versuchen auf verschiedene Arten, den Eisprung oder die fruchtbaren Tage einzugrenzen, beispielsweise durch:
- Zyklustracking
- Ovulationstests
- Beobachtung des Zervixschleims
- Messung der Basaltemperatur
- eine Kombination mehrerer Methoden.
Jede Methode liefert andere Informationen.
Und leider keine davon einen Livestream direkt aus deinem Eierstock.
Kann eine Zyklus-App den Eisprung vorhersagen?
Zyklus- und Kinderwunsch-Apps können sehr praktisch sein, um Periodendaten zu dokumentieren und wiederkehrende Muster zu erkennen.
Wenn deine Zyklen relativ regelmäßig sind, kann eine App anhand früherer Zykluslängen schätzen, wann dein nächster Eisprung stattfinden könnte.
Das entscheidende Wort lautet:
schätzen.
Ein Kalender oder eine App kennt vor allem die Daten, die du dort eingetragen hast. Sie weiß nicht automatisch, was deine Eierstöcke in diesem Zyklus tatsächlich gerade tun.
Da der Zeitpunkt des Eisprungs von Zyklus zu Zyklus variieren kann, lässt sich der exakte Tag allein anhand der bisherigen Zykluslänge nicht zuverlässig bestimmen.
Das macht Zyklus-Apps nicht nutzlos.
Sie können großartig sein, um Daten festzuhalten und Muster sichtbar zu machen.
Man sollte eine algorithmische Prognose nur nicht mit einer biologischen Bestätigung verwechseln.
Was messen Ovulationstests eigentlich?
Ovulationstests, oft auch LH-Tests genannt, messen normalerweise das luteinisierende Hormon im Urin.
Erinnerst du dich an den LH-Anstieg von vorhin?
Genau danach suchen diese Tests.
Ein positives Ergebnis zeigt an, dass ein deutlicher LH-Anstieg erkannt wurde. Das kann darauf hindeuten, dass der Eisprung bevorsteht.
Damit können Ovulationstests individueller sein als das bloße Zählen von Kalendertagen.
Aber auch sie haben Grenzen.
Ein LH-Anstieg zeigt, dass hormonelle Prozesse im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Eisprung stattfinden. Er zeigt nicht direkt, wie eine Eizelle aus dem Eierstock springt.
Bei manchen Menschen können außerdem mehrere LH-Anstiege auftreten oder hormonelle Besonderheiten die Interpretation erschweren.
Ein positiver Ovulationstest bedeutet also eher:
„Dein Hormonmuster deutet darauf hin, dass der Eisprung näher rückt.“
Und nicht:
„EIZELLE FREIGESETZT. DU HAST 17 MINUTEN.“
Zum Glück.
Was sagt Zervixschleim über die fruchtbaren Tage aus?
Ja, wir sprechen über Ausfluss.
Wir sind alle erwachsen.
Der Zervixschleim verändert sich während des Menstruationszyklus unter dem Einfluss von Hormonen.
Vor dem Eisprung wird er typischerweise flüssiger und für Spermien durchlässiger. Seine Beschaffenheit kann deshalb Hinweise auf die fruchtbare Phase geben.
Häufig wird fruchtbarer Zervixschleim als klarer, feuchter, glatter und dehnbarer beschrieben. Vielleicht hast du auch schon den berühmten Vergleich mit rohem Eiweiß gehört.
Im Unterschied zu einer reinen Kalenderprognose liefert die Beobachtung des Zervixschleims Informationen darüber, was dein Körper in diesem konkreten Zyklus gerade macht.
Die Interpretation braucht allerdings etwas Übung.
Sex, Gleitmittel, Medikamente, Infektionen und andere Faktoren können die Beobachtung erschweren.
Wenn sich dein Ausfluss deutlich verändert und gleichzeitig Beschwerden wie unangenehmer Geruch, Juckreiz, Schmerzen oder Reizungen auftreten, solltest du nicht automatisch davon ausgehen, dass das einfach ein Zeichen des Eisprungs ist. Bei Unsicherheit ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.
Und was ist mit der Basaltemperatur?
Die Basaltemperatur, häufig auch Aufwachtemperatur genannt, ist die Körpertemperatur unter möglichst gleichbleibenden Ruhebedingungen, normalerweise direkt nach dem Aufwachen.
Nach dem Eisprung führt der Anstieg von Progesteron zu einer leichten Erhöhung der Basaltemperatur.
Wenn du deine Temperatur über längere Zeit dokumentierst, kann ein entsprechender Temperaturanstieg deshalb darauf hindeuten, dass ein Eisprung stattgefunden hat.
Aber hier gibt es einen Haken.
Der Temperaturanstieg passiert nach dem Eisprung.
Die Basaltemperatur eignet sich deshalb eher dazu, rückblickend zu erkennen, dass der Eisprung wahrscheinlich bereits stattgefunden hat, als den genauen bevorstehenden Zeitpunkt vorherzusagen. Auch familienplanung.de beschreibt die Schleimbeobachtung als Hinweis auf die fruchtbare Phase, während der Temperaturanstieg anzeigt, dass der Eisprung vorüber ist.
Über mehrere Zyklen hinweg kann das helfen, deinen individuellen Zyklus besser kennenzulernen.
Weniger hilfreich ist die Methode, wenn dein einziges Ziel ein blinkendes Neonschild mit:
HEUTE SEX HABEN
ist.
Schlechter Schlaf, Krankheit, Alkohol, Reisen und unterschiedliche Messzeiten können die Temperatur zudem beeinflussen.
Körper bleiben hartnäckig differenziert.
Ist eine Kombination verschiedener Methoden sinnvoller?
Möglicherweise.
Da die einzelnen Methoden unterschiedliche Informationen liefern, kann eine Kombination ein vollständigeres Bild ergeben.
Zyklustracking liefert eine grobe Schätzung auf Basis vorheriger Zyklen.
Zervixschleim kann zeigen, dass sich dein Körper in Richtung fruchtbare Phase bewegt.
Ovulationstests erkennen den LH-Anstieg, der typischerweise vor dem Eisprung stattfindet.
Basaltemperatur kann rückblickend darauf hinweisen, dass ein Eisprung stattgefunden hat.
Gemeinsam können diese Informationen hilfreicher sein als die Vorhersage einer einzigen App.
Das bedeutet aber nicht, dass du alle Methoden benutzen musst.
Kinderwunsch darf auch Sex beinhalten, ohne dass vorher ein vierteiliges Datenerfassungsprotokoll ausgefüllt wurde.
Wie oft sollte man bei Kinderwunsch Sex haben?
Wenn Ovulationstracking dir hilft, dich informiert und selbstbestimmt zu fühlen: wunderbar.
Wenn es Sex dagegen langsam wie einen verpflichtenden Quartalsbericht erscheinen lässt, gibt es eine weniger datenintensive Möglichkeit.
Da das fruchtbare Zeitfenster mehrere Tage umfasst und Spermien mehrere Tage überleben können, ist es nicht notwendig, den exakten Zeitpunkt des Eisprungs auf die Stunde genau zu bestimmen.
Für manche Paare fühlt sich gezielter Sex während der fruchtbaren Tage hilfreich an.
Für andere ist regelmäßiger Sex ohne intensives Tracking deutlich weniger stressig.
Keiner der beiden Ansätze bringt Bonuspunkte fürs Schwangerwerden.
Was ist bei unregelmäßigen Zyklen?
Wenn die Länge deiner Menstruationszyklen stark schwankt oder deine Periode nur selten kommt, lässt sich der Eisprung schwieriger vorhersagen.
Unregelmäßige Perioden bedeuten nicht automatisch, dass überhaupt kein Eisprung stattfindet. Kalenderbasierte Berechnungen der fruchtbaren Tage werden dadurch allerdings deutlich unzuverlässiger.
Unregelmäßige oder ausbleibende Perioden können außerdem mit Erkrankungen oder hormonellen Veränderungen zusammenhängen, die den Eisprung beeinflussen.
Wenn deine Zyklen dauerhaft sehr unregelmäßig sind, deine Periode häufig ausbleibt oder sich dein Zyklus deutlich verändert hat, solltest du dies medizinisch abklären lassen, besonders wenn du schwanger werden möchtest.
Sechs verschiedene Fruchtbarkeitsmetriken zu tracken ersetzt schließlich keine medizinische Untersuchung, wenn eine zugrunde liegende Ursache abgeklärt werden sollte.
Erhöht Zyklustracking die Chance auf eine Schwangerschaft?
Das fruchtbare Fenster zu erkennen, kann dir dabei helfen, Geschlechtsverkehr auf die Tage zu legen, an denen eine Befruchtung biologisch möglich ist.
Aber Fruchtbarkeitstracking hat noch eine emotionale Seite, die sich schlecht in einer App darstellen lässt.
Für manche Menschen verringern zusätzliche Informationen die Unsicherheit.
Für andere wird das tägliche Protokollieren von Temperatur, Symptomen, LH-Streifen und Körperflüssigkeiten irgendwann belastend.
Du musst dir eine Schwangerschaft nicht dadurch verdienen, dass du besonders gut im Fruchtbarkeitstracking wirst.
Eine App-Benachrichtigung ist keine Anweisung.
Wenn du einen vorhergesagten fruchtbaren Tag verpasst, hast du den Zyklus nicht „vermasselt“.
Und Sex exakt zu dem Zeitpunkt, den ein Algorithmus empfiehlt, garantiert keine Schwangerschaft.
Biologie hat leider erstaunlich wenig Respekt vor Tabellenkalkulationen.
Natürliche Mittel, Nahrungsergänzungsmittel und Kinderwunsch
Sobald du anfängst, nach Informationen über Eisprung und fruchtbare Tage zu suchen, wirst du vermutlich auch auf jede Menge Tipps zu Nahrungsergänzungsmitteln, Kräutern, speziellen Ernährungsformen und natürlichen Mitteln für die Fruchtbarkeit stoßen.
Bestimmte Nährstoffe haben vor einer Schwangerschaft tatsächlich eine etablierte Bedeutung.
Folsäure sollte beispielsweise möglichst bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft zusätzlich eingenommen werden. Deutsche Empfehlungen sehen für die Zeit vor und zu Beginn der Schwangerschaft eine entsprechende Supplementierung vor, weil Folat für die frühe Entwicklung wichtig ist und das Risiko von Neuralrohrdefekten senken kann.
Das ist allerdings etwas völlig anderes als die Behauptung, ein bestimmtes Kraut, Supplement oder ein Tee würde die Fruchtbarkeit steigern.
Wenn du mehr über Himbeerblätter, Brennnessel, Mönchspfeffer, Maca, Ashwagandha und andere Pflanzen erfahren möchtest, die online häufig mit Kinderwunsch in Verbindung gebracht werden, findest du in unserem Guide Natürliche Mittel bei Kinderwunsch: Was sagt die Wissenschaft wirklich? einen genaueren Blick auf die Evidenz.
Denn „natürlich“ und „nachweislich fruchtbarkeitssteigernd“ sind keine Synonyme.
Wann solltest du dir bei Kinderwunsch Hilfe holen?
Wenn eine Schwangerschaft nicht sofort eintritt, bedeutet das nicht automatisch, dass etwas nicht stimmt.
Auch bei gesunden Menschen kann es mehrere Monate dauern.
Wann eine medizinische Abklärung sinnvoll ist, hängt unter anderem von Alter, Vorgeschichte, Zyklus und möglichen bekannten Erkrankungen ab.
Bei sehr unregelmäßigen oder ausbleibenden Perioden, bekannten Erkrankungen, die die Fruchtbarkeit beeinflussen können, oder anderen Sorgen rund um deine reproduktive Gesundheit kann es sinnvoll sein, früher ärztlichen Rat einzuholen.
Und Fruchtbarkeit ist nicht ausschließlich ein weibliches Thema.
Schwierigkeiten, schwanger zu werden, können mit dem weiblichen oder männlichen Fortpflanzungssystem zusammenhängen, beide betreffen oder zunächst ohne erkennbare Ursache bleiben. Untersuchungen der männlichen Fruchtbarkeit können beispielsweise auch ein Spermiogramm umfassen.
Die Verantwortung fürs Schwangerwerden liegt also nicht automatisch bei der Person, die die Zyklus-App heruntergeladen hat.
Fazit: Eisprung und fruchtbare Tage bei Kinderwunsch
Wenn du schwanger werden möchtest, kann es hilfreich sein zu verstehen, wie Eisprung und fruchtbare Tage zusammenhängen.
Beim Eisprung wird eine Eizelle aus dem Eierstock freigesetzt. Das fruchtbare Fenster umfasst auch die Tage davor, weil Spermien mehrere Tage im Fortpflanzungstrakt überleben können, während die Eizelle nach dem Eisprung nur relativ kurze Zeit befruchtungsfähig bleibt.
Zyklus-Apps können fruchtbare Tage schätzen, den genauen Eisprung aber nicht einfach aus früheren Zykluslängen herauslesen.
Ovulationstests messen den LH-Anstieg, der typischerweise vor dem Eisprung auftritt.
Zervixschleim kann Hinweise darauf geben, dass sich dein Körper in der fruchtbaren Phase befindet.
Die Basaltemperatur kann im Nachhinein helfen zu erkennen, dass ein Eisprung wahrscheinlich stattgefunden hat.
Du kannst eine Methode verwenden, mehrere kombinieren oder entscheiden, dass die Analyse deines Zervixschleims vor dem Frühstück einfach nicht der Lifestyle ist, den du dir vorgestellt hast.
Denn Kinderwunsch bringt bereits genug Unsicherheit mit sich.
Deine Eierstöcke brauchen nicht auch noch ein Projektmanagement-Dashboard.
Quellen & weiterführende Informationen
familienplanung.de: Der Eisprung und die fruchtbaren Tage
Deutschsprachige Informationen darüber, wann die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung besonders hoch ist und warum auch Geschlechtsverkehr vor dem Eisprung zu einer Schwangerschaft führen kann. https://www.familienplanung.de/kinderwunsch/schwanger-werden/schwanger-werden-der-eisprung-und-die-fruchtbaren-tage/
familienplanung.de: Wie lange dauert es, schwanger zu werden?
Informationen zum fruchtbaren Zeitfenster und zur Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung rund um den Eisprung. https://www.familienplanung.de/wartezeiten/
familienplanung.de: Symptothermale Methode
Informationen zu Basaltemperatur und Zervixschleim sowie dazu, wie beide Körperzeichen zur Einschätzung der fruchtbaren Phase genutzt werden können. https://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/die-symptothermale-methode/
gesund.bund.de: Ernährung in der Schwangerschaft
Informationen zu Folsäure und weiteren Nährstoffen. Die Seite weist darauf hin, dass mit der Einnahme von Folsäure möglichst bereits vor der Schwangerschaft begonnen werden sollte. https://gesund.bund.de/schwangerschaft-ernaehrung
familienplanung.de: Fruchtbarkeitsuntersuchungen beim Mann
Informationen zu möglichen Untersuchungen bei unerfülltem Kinderwunsch, darunter das Spermiogramm. https://www.familienplanung.de/kinderwunsch/schwanger-werden/fruchtbarkeit-untersuchungen-beim-mann/
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ist nicht zur Diagnose von Fruchtbarkeitsproblemen gedacht und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Wenn du Fragen zu deinem Eisprung, deinem Menstruationszyklus oder deiner Fruchtbarkeit hast, wende dich an eine entsprechend qualifizierte medizinische Fachperson.